Wieso ich mich mit Black Ops 4 vielleicht von Call of Duty verabschiede.

Autor: ShapeBreak


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Also dann legen wir mal los. Mich werden wahrscheinlich viele verurteilen:

„Wie kannst du nur!? Hast du an die Operator gedacht!? Ist Call of Duty jetzt ein Heldenshooter oder was!?“

„Du weisst schon, dass das gesamte Spiel ohne Kampagne kommt!? Das Specialist-HQ war ja wohl kaum ein Trost!“

„Das Spiel ist unfertiger Schrott von faulen Entwicklern, die die 10 Jährigen mehr priorisieren, als die alten Fans der Serie!“

Ich spiele Call of Duty seit Call of Duty 4, habe Call of Duty 1 und 2 noch nachgespielt, wobei ich ehrlich gesagt mehr Call of Duty 2 gespielt habe, als 1.

Und folgend hab ich noch Call of Duty: World at War, Modern Warfare 2 & 3, Black Ops 1 bis 4, Modern Warfare Remastered und Modern Warfare (2019) gespielt. Also bin ich einer der „alten Fans der Serie“ und kann auf einem großen Erfahrungswert aufbauen. Das einzige, was ich nicht mitgemacht habe, ist diese ganze Exo-Suit Geschichte und WW2, ansonsten hab ich alles gesehen und gespielt.


 

Call of Duty ist das Spiel, wenn es um Competitive Action-Shooter geht. Kein anderes Spiel des Genres hat die Branche so sehr beeinflusst, wie dieses Franchise.

Aber können wir, bevor wir die wirklich interessanten Fragen angehen uns mal kurz die Frage stellen: „Wieso ist eben gerade Call of Duty ein so erfolgreiches Spiel?“

Die erste Antwort liegt in der Engine. Eben jene Engine, die seit Beginn genutzt wurde und bis Black Ops 4 genutzt wurde. Die „Modified Quake 3 Engine“.
Quake 3 ist eines der wegweisendsten Shooter-Games gewesen und der Arcade-mäßige Stil, der Way-to-play ist bis heute in Shooter-Games vorhanden, schwindet aber immer mehr.

Die Art und Weise, wie Quake aufgebaut war und sich folglich spielen ließ, war so dermaßen Arcade, dass es super einfach zu erlernen und umzusetzen war. Easy to learn, but difficult to master.

Da Call of Duty auf derselben Engine aufbaute, war das Multiplayer Potenzial des Shooters erst verborgen und zeigte sich erst im zweiten Teil erstmals. Die vielen Limitationen, welche die Entwickler jedoch im Vergleich zu Quake einbauten, führten dazu, dass das von den Entwicklern beabsichtigte Ziel sehr gut umgesetzt wurde:
Realismus.

Jawohl, Call of Duty 2 sollte ein, für die damaligen Verhältnisse, ziemlich realistischer Multiplayer-Shooter werden. Jedoch konnte kein Call of Duty bisher die wahren Arcade-Wurzeln der Engine verbergen und so war jedes Spiel, absolut jeder Titel dieses Franchises ein ziemlich Actiongeladenes und vorallem…schnelles Spiel.

Ja. Eines der wichtigsten Kernelemente von Quake, die Geschwindigkeit, konnte man in keinem Ableger verstecken, vielleicht wollte man das auch gar nicht. Call of Duty wurde somit zu einem Mix aus Realismus & Ernst, aber auch schneller und actiongeladenem Arcade Geballer.

LEGEND!!! LEGEND!!! LLLEGEND!!! Dieses Video ist Legende!!

 

Call of Duty 4 hat damals im Jahre 2007 eingeschlagen, wie eine Bombe und hat Nachhaltig für die kommenden Jahre das Shooter-Genre geprägt. Alle Shooter-Franchises haben sich an dem Takt orientiert, den Modern Warfare damals vorgab.

Ich habe mich damals in dieses Spiel verliebt. Entdeckt habe ich es, als ich auf der LAN Party meines Bruders mal reinschaute und er war so nett und hat es mir heimlich auf meinen PC kopiert, ohne, dass unsere Eltern etwas davon mitbekamen. Ich war schließlich viel zu jung für dieses Spiel!

Aber dieses Spiel! Es war so viel mehr, als alles, was ich je gespielt habe! Es war sowas von schnell und anders! Schnell wurde es zu meinem Main-to-be, ich habe dieses Spiel mehr gespielt, als alles andere. Zu dieser Zeit lernte ich auch die beste Community kennen, die ein Spiel jemals hatte. Es gab private, dedizierte Server! Ein Luxus aus längst vergangenen Tagen, der in Multiplayer Spielen heutzutage vergebens gesucht wird. Und wenn, dann ultra schlecht umgesetzt. (Man siehe Battlefield und DayZ)

Was soll ich euch sagen, ich habe die nächsten Jahre mit diesem Spiel verbracht. Ich habe haufenweise gute Spieler kennengelernt und mich ausprobiert. Ich kann nur hoffen, dass diesen Artikel jemand vielleicht lesen wird, dem die Begriffe „CRTS Ballerbude“, „Promod“, „24/7 Crossfire“ oder „Fragmovie“ geläufig sind. Ich hab natürlich viel mehr Communitys kennen gelernt und viel mehr Geschichten erlebt. Es gab Tage, da habe ich mit anderen Spielern nichts anderes gemacht, als Glitches auf Maps auszuprobieren und welche man davon in Matches gut umsetzen kann.

Falls Julia das liest: Danke, dass du und dein Freund mich kack 13-jährigen ausgehalten habt, lel. Ihr wart die sympatischsten Leude, die ich damals kennen lernen durfte.
Jessica, du bist krank und brauchst Hilfe. Like: Professionelle Hilfe.
Und an all die Boiz: Ihr verkörpert pure Ehre! Leider haben wir uns alle damals mit unserem Gamertags angeredet, deshalb erinnere ich mich nicht an eure Namen, die vielleicht mal beiläufig fielen. Sorry, alla. Aber ey, wir hatten auch bescheuerte Tags, die kann ich hier nicht nennen, mal for real.

Ey, einer von euch hieß einfach nur „baba“. Ich meine, die Zeiten waren damals simpler und man musste keine Rücksicht darauf nehmen, ob ein Name schon belegt war, aber god damn.
Jedoch. Baba. Du wurdest deinem Namen gerecht.

Sorry, dass ich die Leser gerade nerve, aber mit dem obigen Zeilen möchte ich etwas hervorheben, was in der heutigen Gaming-Landschaft nicht mehr selbstverständlich ist:
Eine soziale Basis, auf der sich ganze Community’s bilden können und wo sich Freundschaften finden.

Jedoch werde ich das in einem anderen Beitrag, den ich mir fest vorgenommen habe, thematisieren. Ich möchte nur hervorheben, was Call of Duty 4: Modern Warfare, außer seiner Game-Dynamik, besonders gemacht hat. Was es für mich für eine Rolle spielte.
Ich bin nur wegen diesem Game der krasseste Muthafagga, den man jemals in einem Shooter gesehen hat.

Das soll jedoch nicht heißen, dass man heutzutage keine krassen Peoplez mehr kennen lernt. Sie sind nur viel….viel schwieriger zu finden! (Shoutout an Claas & Noemi)
(Claas als erster genannt, weil er krasser ist, als du, lel)


 

Aber lasst uns doch bitte nicht vom Thema abkommen! Es geht hier schließlich um Call of Duty: Black Ops 4! 

Wenn du hier doch so löblich von Call of Duty 4 sprichst, wieso ist dann gerade Black Ops 4 der Teil, über den du sprechen möchtest!? Weil Call of Duty 15: Black Ops 4 für mich der geistige Nachfolger von Call of Duty 4: Modern Warfare ist. Gameplay-bezogen.

Es ist das Call of Duty, das sich endlich nach einem „Wir sind auf einem neuen Level angekommen“ anfühlt! Oder zumindest nach „Hey, wir haben einen Ausgleich dafür gefunden, wieso es seit MW2 keine dedizierten Server mehr gab. Sorry, nochmal. Alla.“!

Ich meins ernst! Ja, wir haben keine Kampagne bekommen. Aber Gottverdammt, das beste Call of Duty, das wir uns seit Modern Warfare hätten wünschen können!

Der Multiplayer und der Zombiemodus: Die zwei beliebtesten Modis von Call of Duty befinden sich hier auf ihrem Höhepunkt. Noch nie war der Zombiemodus so ausgereift in jeglichen Aspekten. Und schließlich hat es lange gedauert. Treyarch hat in den Teilen 1 bis 3 viel herumexperimentiert, damit sie dort stehen.

Die Elixiere und Talismane sind zwei super ergänzende Sub-Systeme der eigentlichen Game-Dynamic. Die Maps sind alle durch und durch super gestaltet, auch, wenn ich zugebe, dass ich IX echt fucking hasse!
Und an der Waffenauswahl kann man auch nicht meckern, denn hier kommen nicht nur die neuen super Waffen in die Rotation, sondern auch Old Classics, wie die MP40!

Und zu allem kommt noch der neue Rush Modus hinzu, damit man den Zombie Modus auch in einem neuen frischen Arcade-Feeling erleben kann! Der Rush Modus kommt zwar nicht an den klassischen Modus heran, aber macht sehr großen Spaß, wenn man sich drauf einlässt.

Der Multiplayer. Das Original Erfolgsrezept der Call of Duty Game-Dynamic kommt hier abschließend zum glänzen. Die Maps sind, bis auf zwei Maps (Jungle, Überflutet und Schatten) gut durchdacht, bieten einen schönen Spielfluss im Einklang der Spielerdynamik und sind dazu noch schön anzusehen.
Nebenbei bemerkt, bietet das Spiel den schönsten Ladebildschirm, den ein Call of Duty je hatte.


 

Bei den Waffen wird es jedoch etwas heikel! Die Basis-Waffen, mit denen Black Ops 4 released wurden, waren 1A. Besonders zu loben sind hierbei die Agenten-Mods, die aus den bereits vorhandenen Waffen nochmal eine völlig neue Seite der bereits bestehenden Waffe hervorheben und völlig neue & einzigartige Spielarten ermöglichen! Super Sache, Treyarch!

Ein paar Neuerungen, wie die SWAT & die Deamon konnte das bestehende Waffenarsenal gut aufnehmen und verkraften. Dazu muss man noch hinzufügen, dass einige Waffen eine dringende Anpassung nötig hatten & diese auch bekamen! Allerdings muss man nach heutigem Stand leider sagen, dass Waffen, wie die VMP und die 9mm Micro-MG das Waffenbalancing komplett gekippt haben. Zurecht bestehen die meisten Matches heute nur noch aus Leuten, die die VMP oder das 9mm Micro-MG nutzen. Diese Waffen sind zwar nicht OP, aber sie sind kurz davor die Definition von OP zu erfüllen. Mit genügend Skill kann man als Spieler immer noch andere Waffen spielen und sich dagegen behaupten, aber es ist immens schwer und das gegen Spieler, die im Grunde genommen schlechter performen, als man selbst.

Wären diese spezifischen Waffen nicht im neuen Spiel integriert worden, hätte Black Ops 4 das bis dato beste, interessanteste, schönste, ausgeglichenste und Facettenreichste Waffenarsenal, das jemals ein Call of Duty zu bieten hatte. Call of Duty: Modern Warfare 2 mit eingeschlossen!

Das 10-Punkte-Klasseneditor System bietet uns den besten Klasseneditor bis jetzt. Fact.
Man kann die Klasse genauso einstellen, wie man sie haben möchte.
Man kann seinen Spielstil genauso unterstreichen, wie man es möchte.
Jedoch zwingt er den Spieler auch dazu Kompromisse einzugehen. Nehmen wir 5 Aufsätze mit und haben dann keine Extras? Oder nehme ich extra viele Extras mit, habe jedoch keine Aufsätze? Nehme ich die ausgeglichene Mitte?

Anders, als im neuen Call of Duty: Modern Warfare, wo du deine Klasse mit jedem Scheiss zupumpen kannst, den dir das Spiel bietet. Das Ergebnis ist dann ein Match mit Leuten, die alles haben und gleichzeitig viel zu wenig, weil keine Klasse etwas besonderes ist. Und weil die Entwickler im neuen Modern Warfare absichtlich die Aufsätze mit Vor- und Nachteilen ausgestattet haben, um den Spieler ein Gefühl von Ausgleich vorzugaukeln. Stattdessen erreichte man damit, dass die Klassen viel zu Überladen sind und das Waffensystem mit Aufsätzen ausgestattet sind, die man sich schenken kann. Eine langsamere ZV-Geschwindigkeit, wenn man irgendein Visier auf die Waffe packt!? Wow. Diese „Nachteile“ auf den Aufsätzen sind keine Kreative Art und Weise den Spieler mit herausfordernden Limitationen zu konfrontieren, sondern wirken einzig und allein toxisch auf den Spielfluss. Und Realistisch sind die schon gar nicht. Ich hebe die Waffe mit Visier langsamer hoch, weil sie auf einmal 5 Kilogramm schwerer ist, oder was?

In Black Ops 4 kannst du nur Vorteile auf deine Waffe klatschen. Aber du musst überlegen: Macht es Sinn so viele Aufsätze mitzunehmen? Wenn ich nur Aufsätze auf meine Waffe packe, habe ich zwar eine starke Waffe, habe jedoch keine Extras!

Das hat in den Matches dazu geführt, dass die Klassen richtigen Einfluss auf die Dynamik des Spiels nehmen können. Apropros Einfluss auf die Game-Dynamic.

Sprechen wir mal über die Operator. Oh ja, die bösen, verhassten Operator, die aus Black Ops 4 einen Team Shooter nach Overwatchs Vorbild machen.
Wenn man jedenfalls Möchtegern Game-Journalisten und Propaganda Ministern Gehör schenken mag.
Ja, die Operator mit ihren Ultimates erinnern an Overwatch.
Nein, die Operator gleichen deshalb den in Overwatch bestehenden Helden keinesfalls.

Overwatch baut mit den im Team-Shooter bestehenden Helden und vorallem den Heldenklassen auf ein von Sub-Mechaniken gestütztes System. Bedeutet die Fähigkeiten, welche in Overwatch existieren sind immer so gepolt, dass sie für dich selbst einen Nutzen haben, jedoch auch für dein Team einsetzbar sind.
Bevor ihr jetzt mit den „Aber’s“ anfangt, lasst mich eine Sache herauskristallisieren:
Die in Black Ops 4 existierenden Fähigkeit kann man im Grunde genommen auch für sein Team einsetzen, das ist richtig.

Jedoch haben die Fähigkeiten eine so dermaßen hohe Abklingzeit, dass sie im großen und ganzen lediglich als „Mini Gamebreaker“ angesehen werden können und kein dauerhafter Bestandteil des in Black Ops 4 herrschendem Spielflusses sind. Dazu trägt ebenfalls die Geschwindigkeit bei, welche wesentlich höher ist, im Vergleich zu Overwatch.

Messt beispielsweise die Zeit, die ihr teilweise in Overwatch damit verbringt zu spawnen und wieder zum Spielgeschehen benötigt vs die Zeit die ihr bei Black Ops 4 spawnt und wieder zum Spielgeschehen benötigt.

Die in Overwatch bestehenden Fähigkeiten machen einen Großteil der dort bestehenden Game-Dynamic aus und sind durchaus ein fester Bestandteil des Spielflusses, da die Fähigkeiten innerhalb des Spiels mit einer sehr hohen Aktionsfrequenz von Spielern eingesetzt werden.

In Black Ops 4 sind die Fähigkeiten der Operator lediglich Werkzeuge, um den Spielfluss auch am laufen zu halten. In Call of Duty: Modern Warfare habt ihr beispielsweise nicht viele Möglichkeiten einen geschickten Camper zu konfrontieren. Das Map Design, die Dynamik des Spiels und die Klassen fördern Camping viel zu stark. Dafür gibt es keine Mechanik, die das ganze aushebelt. Man muss es mit eigenem Geschick und Cleverness schaffen.

Ich spreche nicht ab, das dies nicht machbar sei, aber das alleine zeigt deutliche Design-Schwächen des neuen Call of Duty’s.

Zeig mir in Black Ops 4 einen dreckigen Motherfucker, der sich in eine dreckige Ecke hockt, ich brenn ihm sein Arsch mit Firebreak weg, ich schwörs euch.
Mit Ruin kann ich sogar auf Seaside nach hoch oben in seinen dreckigen Kirchturm kommen, um ihm mal meine Meinung aufzudrücken.

Allgemein hat Black Ops 4 ein sehr gesundes und ausbalanciertes Game-System. Es gibt zwar starke Gegenstände, wie Barrikaden und Stacheldrähte, jedoch gibt es genauso starke Hebel, die das wieder Wettmachen.

Ich möchte euch hier mal zwei wichtige Termini präsentieren:


Balance

Alle Design- und Spielelemente innerhalb eines Spiels sind in einer Art Einklang oder Balance. Ein Spiel kann für verschiedene Effekte oder Nachfolgen ausbalanciert werden. Wenn wir über Video Game Balance reden, sprechen wir meistens vom Gameplay oder ein Sub System des Gameplays. Ausserdem sprechen wir von Balance, wenn wir uns auf eine grosse Auswahl an Möglichkeiten beziehen.
Ebenfalls gibt es verschiedene Spiel Elemente, die eine Balance massiv stören können. Beispielsweise ein spezieller Skill, Charakter, Spielstil, etc.

Ein Multiplayer Spiel ist erst dann balanciert, wenn eine angemessene Zahl an Optionen, die den Spielern gewährleistet werden rentabel sind. Insbesondere, aber nicht ausschliesslich gilt dies für Hochstufige Accounts oder Experten (Pro-Gamer).

 

Theorie nach Sirlin, Dezember 2001

 

Chekhov’s Arsenal

Eine verspielte Erweiterung des Konzepts von Chekhov’s Waffe angewandt auf Game Design.

Die geprägte und hervorgehobene Redewendung, dass nicht all die Gameplay Elemente aufgrund ihrer Notwendigkeit im Bezug auf das Spiel als ganzes bewertet werden, jedoch die Werte der Elemente in Bezug aufeinander gemessen werden.


 

In einem Spiel müssen nicht nur alle Dinge ausgewogen balanciert werden. Nein, es darf auch nichts überflüssiges existieren. So besagt Chekhov’s Arsenal, dass alle Elemente in einem Spiel und dessen Werte im Bezug aufeinander gemessen werden. Ein kleines Beispiel:
Wenn ich ein Spiel entwickle und gerade eine neue Fähigkeit entwickelt habe, macht es mehr Sinn die Fähigkeit in ihrer Stärke in Bezug auf alle anderen bereits bestehenden Fähigkeiten abzugleichen, statt zu überlegen, wie die Fähigkeit im Einklang mit der Kerndynamik des Spiels steht.

Und Black Ops 4 macht seine Arbeit hier verdammt sauber!

Die Operator und deren Fähigkeiten sind nicht etwas, was Call of Duty braucht, aber etwas, was Call of Duty verdient. Alle Waffen (waren) ausbalanciert und durch elernbare Rückstoßmuster der Waffen hat Black Ops 4 für ein noch besseres Gun Game gesorgt, als noch seine Vorgänger mit random Rückstoß.
(Ob das neue Call of Duty: Modern Warfare über erlernbare Rückstossmuster verfügt, weiss ich nicht, entschuldigt bitte.)

Quelle


 

Kommen wir zu guter letzt zu dem am meist verhassten Modus: Blackout.

Der böse, böse Modus, der uns unsere „wohlverdiente Kampagne“ gestohlen hat. Wusstet ihr, dass die Call of Duty Kampagne in den letzten Jahren immer wieder weniger Spielerzahlen hatte? Dass zu MW2 Zeiten mehr als 50 Prozent der Spieler noch die Kampagne abgeschlossen haben und bei Black Ops 3 weniger als 10 Prozent?

Und wusstet ihr, dass Reviewer gar nicht genug lobende Worte für das Spiel fanden, während die behindi-Community wie jedes Jahr nichts besseres zu tun hatte, als auf dem rumzuhacken, was da war…?

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Weniger als 10 Prozent haben über Steam die Black Ops 3 Kampagne abgeschlossen. Auf PlayStation sieht es sogar so aus, dass gerade mal 1,7% die Trophäe für den Abschluss der Kampagne in ihrem Besitz haben. Selbst, wenn wir berücksichtigen, dass Call of Duty: Black Ops 3 für PlayStation Plus Mitglieder mal kostenlos war, ist das eine äußerst vernichtende Statistik.

Bei Modern Warfare haben wenigstens 33% die Trophäe für den Abschluss der Kampagne, hey! (Trotzdem nicht einmal 50%..)

Ganz ehrlich, lohnt es sich wirklich für Treyarch Millionen von Dollar wieder in eine Kampagne zu stecken, die dann nicht einmal 50% beenden? Nichtmal 40? Wenn ich das richtig sehe, hätte sich Treyarch freuen können, wenn wenigstens endlich mal 10% die Kampagne spielen.

Für 10% der Spielerschaft würde ich als Entwicklerstudio auch keine Millionen mehr in die Hand nehmen wollen. Oder als Publisher, interessiert auf die Thematik bezogen nicht, wer da die Entscheidungen tifft.

Und mal ehrlich! Der Blackout Modus ist gut!! Verdammt gut sogar! Als er released wurde, bot er die sauberste Battle Royal Erfahrung to date!
Das beste Gunplay, die beste Map, die sauberste Programmierung, kreative Ideen, wie Zombies.

Dass davon mittlerweile alles in den Konkurrenzspielen Fortnite etc vorhanden ist, bestreite ich nicht. Fortnite hat sich weiterentwickelt und ist mittlerweile (wahrscheinlich) an Blackout vorbeigezogen. (Bis auf das Gunplay, wahrscheinlich)

Trotzdem ist nicht abzustreiten, dass Blackout zu Release von Black Ops 4 die sauberste Battle Royal Erfahrung bot und heute immer noch ein sehr gutes Battle Royal ist. Punkt!

Jungs, wenn Claas und ich auf’s Battlefield droppen, wir rippen euch komplett.

Ich könnte jetzt natürlich weiter ausführen, was Blackout besonders macht, bzw was der Modus richtig macht, allerdings bin ich mir, wie gesagt, ziemlich zuversichtlich, dass der Modus von seiner Konkurrenz Apex und Fortnite mittlerweile überholt wurde, weil die beiden Konkurrenztitel im Vergleich zu Blackout permanent Updates bekommen und sich weiterentwickeln, wogegen Blackout…..irgendwo im Mai 2019 stehen geblieben ist.

Deshalb erachte ich das als Sinnlos, wer sich dafür interessiert, was der Modus damals richtig gemacht hat, schaut euch die Gamestar review an. Ja, die böse Gamestar Review, die garantiert von Activision gekauft/bezahlt wurde und die Redakteurin auch gar keine Ahnung hat, weil sie das Spiel ständig als „Blackout 4“ bezeichnet.
(Steht jedenfalls in dummen Hater-Kommentaren, die Hauptsache das Spiel schlecht reden wollen. Ich hab da null drauf geachtet, als ich mir das Video selber angesehen habe. Wer auf sowas achtet, ist ziemlich kleinlich, oder nicht..?)

Dieser positiver Beitrag zu dem Spiel ist übrigens auch von Activision bezahlt worden, die haben mir 7000€ bezahlt, damit ich hier ein über ein Jahr altes Spiel bewerbe. Und Sie haben mir deutlich gesagt, dass ich unbedingt das neue Spiel schlecht reden soll.

Oh, my N-Word“ – Trevor, GTA 5

 

Soo, wollen wir mal langsam zum Ende kommen? Ich hoffe der Beitrag war weniger „zu lange“ und mehr „on point“, sodass das hier wenigstens ein gewisses Maß an Qualität darstellt.

Im Grunde genommen ist es auch egal, wie überzeugend ich hier abliefere, jeder wird sich seine eigene Meinung bilden. Jedoch ist Call of Duty ein Teil der Games-Kultur und meiner Meinung nach ein nicht sehr unwichtiger. Mit der neuen Engine hat sich Call of Duty sehr verändert und ich weiß noch nicht, ob das so geil ist. Das wird sich mit der Zeit zeigen. Meiner Meinung nach entwickelt sich alles in der Games-Branche zu sehr in die Richtung „Es muss alles noch realistischer, noch lebensechter sein“ und das gefällt mir nicht.

Arcade Gaming ist nichts schlechtes. Spiele müssen nicht so Realitätsnah, wie möglich sein und Arcade Games müssen nicht immer nur diese unkomplexen kack-games sein.

Arcade bedeutet nicht, die Games müssen simpel sein. Meiner Meinung nach sind Arcade Games sogar diejenigen, die am meisten Spaß machen. Realitätsnahe Spiele machen mir keinen Spaß. Naja, gut. Halt nicht so viel, wie Arcade Games.

Call of Duty hat nicht immer so abgeliefert, wie man es von dem Franchise erwartet hat. Aber man wusste immer, woran man bei einem Call of Duty ist. Weil’s immer mit der gleichen Engine gemacht wurde und weil es im Grunde genommen deshalb immer das gleiche Game war, haha.

Aber dieses Arcade Call of Duty wird mir fehlen. Und Black Ops 4 war der beste Abschluss, den ich mir dazu hätte wünschen können. Deshalb danke dafür.

Ich hoffe das nächste Call of Duty von Treyarch wird entweder mit der alten Engine gemacht oder Treyarch überzeugt mich mit einem komplett neuen Ansatz. Denn Treyarch ist das Studio, was die guten Call of Duty’s macht. Aber wir werden sehen, was die Zukunft bringen wird. Wenn nicht, dann ist Black Ops 4 der beste Abschied, den ich mir von der Serie vorstellen kann.

Abschließend möchte ich sagen, dass es für mich eine Freude war diesen Beitrag zu schreiben! Ich würde mich auch freuen mit jemandem zu debattieren, traut euch ruhig in die Kommentare zu schreiben, ob gut oder böse, ist egal. Die Leitungen sind rund um die Uhr offen, das Internet schließt nie.

Ich wünsche euch ein verspätetes frohes neues und lasst es krachen!!

 

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