Jak and Daxter: The Precursor Legacy (PS4) | Mein Eindruck

Autor: ShapeBreak


 

Juuuunge, kann man hier überhaupt von einem „Eindruck“ reden!? Ich habe dieses Spiel auf der PS2 gespielt, auf der PS3, PS Vita und jetzt auf der PS4 und es ist von Konsole zu Konsole einfach nur das geilste Spiel überhaupt!

Als angekündigt wurde, dass das Spiel auf PS4 kommt, war meine Reaktion ungefähr:

Jak and Daxter ist ein Adventure Jump ’n‘ Run und der erste Teil der Jak Spiele Trilogie.

Das Spiel macht auf allen Ebenen sein Job mehr als Richtig. Dazu muss man sagen, dass Jak and Daxter so etwas, wie ein Meilenstein in Open World ist. Damals wollte man auf Ladezeiten verzichten und eine Welt schaffen, bei der man übergangslos zwischen verschiedenen Abschnitten reisen konnte.


Abschnitte

Alle Spiele können in Abschnitte unterteilt werden. Dies dient zur Organisation oder allgemeinen Ansicht des Spiels.
Dazu gehören z.B. Räume, Ladebereiche, Cut-Szenes, Stages, Städte, Level oder Runden.


 

Zu der Zeit ein hoch gestecktes Ziel, aber Super Mario 64 hat gezeigt, dass es durchaus möglich ist. Nachdem Banjo Kazooie das Prinzip weiter ausgearbeitet hat, hat Naughty Dog beschlossen das Projekt anzugehen und es hat sich auf jeden Fall ausgezahlt.

Super Mario 64
Banjo Kazooie

Das gesamte Spiel wurde in GOAL erstellt, eine Programmiersprache entwickelt von dem Producer, Designer und Lead Programmer Andy Gavin, was die Produktion gewaltig schwierig gestaltete, da das Team dafür neue Compiler und Debugger erstellen mussten. Dazu kommen diverse unterschiedliche Detailstufen-Systeme, um die 10 Rendering-Engines, das nahtlose Laden von DVD, hoch entwickelte Runtime-Physiken und „Joint Animation”-Systeme, alles nur um überhaupt die Grundlage dafür zu haben die Level zu erstellen, die Naughty Dog haben wollte.

Wir sehen, in dieses Spiel ist unglaublich viel Arbeit rein gesteckt worden. Eine Eigenschaft, die ich an Naughty Dog liebe, das hat sich bis heute nicht geändert, was jedes Spiel von denen zu einem Meisterwerk macht. Überlegt mal, googled mal. Naughty Dog hat nicht ein einziges schlechtes Spiel. Fakt.

Dadurch, dass das Spiel mit GOAL programmiert wurde, war es möglich dem Compiler Kenntnisse über das laufende Spiel zu geben und in welchem Zustand sich dieses befindet. Wenn man nun als Jak im Sanddorf ist, weiß die PS2 darüber Bescheid. Wenn man sich Richtung Wächterstrand bewegt wird nach und nach die Welt hinter dem Spieler niedriger aufgelöst und Detailstufen werden abgebaut, während vor dem Spieler Detailstufen aufgebaut werden. Man wollte den Spieler in eine vollständig geladene Welt versetzen und eine vollständig interaktive Erkundung ermöglichen.

 

 

Kommen wir endlich zum Spiel an sich. Darauf freue ich mich schon am meisten! Ich werde mal wieder nicht besonders auf Story oder Grafik eingehen und beziehe mich lediglich auf Gameplay und die technischen Aspekte des Spiels.

 


Grafik ist mir nie wichtig, wichtig ist nur, dass die Grafik authentisch zur Fiktion des Spiels passt. Und um eine Story zu bewerten macht man lieber ein Buchclub auf, da man hierbei die Ausführung der Story in Bezug auf Effizienz, Kohärenz, Stil, Sprache, Medium und Dynamiken bewerten muss und das ist einfach mal eine Doktorarbeit und völlig unnötig.

Die Story ist meiner Meinung nach fantastisch, natürlich sollte jeder die Story eines Spiels selbst erleben.


 

Beginnen tut das Spiel auf der Nebelinsel, wo wir etwas in der Story eingeführt werden und die Bösewichte/Gegner uns präsentiert werden. Daxter verwandelt sich in einen Ottsel nachdem er in dunklem Eco eingetunkt wurde.

Das Spiel zeigt hier bereits seinen gewissen Humor, den er von Anfang bis Ende hält. Die beiden hören nie auf den Spieler zu faszinieren und/oder zu unterhalten. Das besondere hierbei ist, dass Jak niemals spricht und Daxter die Gespräche der beiden übernimmt.

Das Spiel wird komplett im Challenger Modus präsentiert, was bedeutet, dass manche Aufgaben mit Brute Forcing gelöst werden müssen. Der Challenger Modus beschreibt Level, welche in Rätsel oder Puzzle Spielen Echtzeit Elemente in die Herausforderung mit einbeziehen.

Hierbei muss man beachten, dass das Spiel immer abwechslungsreich bleibt und einem eine Aufgabe nie vorkommt, als hätte man diese schon einmal irgendwie bewältigt. Das einzig repetitive in diesem Spiel ist die Anforderung Energiezellen zu sammeln, aber das wird im Spiel eher wie eine Art „Running Gag“ innerhalb der Story präsentiert, also ist dies verschmerzbar.

Die einzelnen Bereiche bzw. Gebiete präsentieren sich alle fantastisch und bieten dementsprechend Aufgaben oder kreative Einsätze der Umgebung um eine Aufgabe zu präsentieren. So müssen wir im Schneegebirge beispielsweise eine Jump ’n‘ Run Passage bewältigen, während wir beachten müssen, dass teilweise rutschige Oberflächen dazu gehören.

 

Es gibt wirklich immer etwas neues in dem Spiel und das macht es einfach von Anfang bis Ende zu etwas besonderem. Ich kann mich gar nicht entscheiden, welches Gebiet mir am meisten gefallen hat. Die Unterwasserstadt mit den Rutschen und der abschließenden Herausforderung einen Raum hoch zu sprinten, während dieser sich langsam mit gefährlichem, dunklem Eco füllt? Oder der Wächterstrand, wo wir nur mit Möven einen Wasserfall haben einstürzen lassen? Nicht zu vergessen dieser verdammte Pelikan!!

Eigentlich ist es ja das Schneegebirge. Oder doch die Spinnenhöhle? Ihr seht. Es gibt viele verschiedene Locations, die das Spiel bietet und keine ähnelt sich der anderen. Trotzdem ist der Spielspaß immer da, da hier eine äußerst solide Grunddynamik des Helden gebaut wurde und die wurde vollständig ausgeschöpft in dem Bereich, in dem sich das Spiel hält. Natürlich wurde die Grunddynamik und die Mechaniken in den weiteren Jak Teilen weiter ausgebaut und erweitert. Aber Jak and Daxter bedient sich, wenn man es mit Jak 3 vergleicht, lediglich der Grundmechaniken und dafür hat es sich einen Award verdient, wenn man mal bedenkt, wie viel daraus gemacht wurde.

 

Selbst, wenn man mal verliert, lässt einem das Spiel nicht hängen und Daxter hat für jede Situation einen passenden Spruch parat, damit der Spieler eher lacht und sich nicht über den Tod ärgert. Natürlich auf seine eigene „Daxter“ Art und Weise.

„Wenn du schon mal da unten bist, ähm. Massierst du mir die Füße?“

 

Was soll ich ansonsten noch sagen? Das Spiel ist sein Geld auf jeden Fall wert, da gibt es gar keine Diskussion. Ich meine, eigentlich müsste ich nur erwähnen, dass Naughty Dog das Spiel gemacht hat und schon müsste klar sein, dass es ein Weltklasse Spiel ist. Googled selbst mal, Naughty Dog hat noch kein einziges schlechtes Spiel gemacht. Oder irgendeine low-budget kacke.

 

Ich weiß ehrlich nicht mehr, was ich sagen soll, das Spiel ist in allen Bereichen mindestens überdurchschnittlich gut, was will man mehr!?

Ach, doch eine Sache fällt mir gerade ein! Eine Sache, die mich sehr enttäuscht, aber nicht weiter gestört hat. Ich meine, wir spielen das Spiel auf der PS4 ist da ein wenig Grafik zu viel verlangt!? Bleibt mal random irgendwo stehen und schaut in die Ferne. Schon 10 Meter vom Charakter entfernt sind Texturen fast schon unerkennbar niedrig aufgelöst, weil das System das so vorsieht anscheinend. Ich bitte ja nicht um Anti-Aliasing oder erwarte irgendeine abnormal exorbitant und utopische Verbesserung der allgemeinen Grafik. Aber sowas muss doch echt nicht sein. Ich bin schon jemand, der eigentlich nie wegen der Grafik meckert, aber das hat mich wirklich ein wenig gestört.

 

Naja, ich hoffe der Beitrag gefallen, bis zum nächsten mal!

Tschödelö!

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